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Warum Repowering dem Neubau bei alternden Windparks überlegen ist

Autor: Nazar KitovVeröffentlicht: 14. Juni 20266 Min. Lesezeit

Repowering kann den Jahresenergieertrag eines Bestandsstandorts um 30–50 % steigern — ohne die Genehmigungsdauer eines Greenfield-Projekts.

In ganz Europa nähern sich Tausende Anlagen, die Anfang der 2000er-Jahre in Betrieb genommen wurden, dem Ende ihrer 20-jährigen Auslegungslebensdauer. Betreiber stehen vor der Wahl: Rückbau, Weiterbetrieb oder Repowering. In den meisten von uns bewerteten Fällen liefert ein gezieltes Repowering die höchste Kapitalrendite.

Repowering nutzt den bestehenden Standort, den Netzanschluss und — sofern strukturell tragfähig — Turm und Fundament weiter. Moderne Rotoren, Triebstränge und Steuerungssysteme können den Jahresenergieertrag um 30–50 % steigern und gleichzeitig die Betriebskosten pro MWh senken.

Auch die Genehmigungssituation spielt eine Rolle. In mehreren EU-Ländern wird das Repowering eines genehmigten Standorts als Änderung und nicht als Neuvorhaben behandelt, wodurch sich das Verfahren von Jahren auf Monate verkürzen kann.

Die ingenieurtechnische Arbeit ist anspruchsvoll. Lastfälle, Ermüdungslebensdauer und Netzanschlussbedingungen müssen neu bewertet werden. Genau hier zahlt sich ein erfahrener Partner aus: Eine belastbare technische Due Diligence im Vorfeld vermeidet kostspielige Überraschungen in der Ausführung.

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